Konturfehler
Konturfehler entstehen durch Signalverzerrungen im Lageregelkreis. Man unterscheidet:
Lineare Signalverzerrungen. Sie entstehen durch:
– nicht optimal eingestellte Drehzahl- bzw. Lageregler
– ungleiche Kv-Faktoren der an der Bahnerzeugung beteiligten Vorschub–achsen
Bei gleichem Kv-Faktor zweier linear interpolierender Achsen folgt der Istpunkt dem
Sollpunkt auf gleicher Bahn, jedoch zeitlich verzögert.
Bei ungleichem Kv-Faktor entsteht ein Parallelversatz zwischen Soll- und Istbahn.
– ungleiche Dynamik der Vorschubantriebe
Eine ungleiche Antriebsdynamik führt insbesondere an Konturänderungen zu Bahnabweichungen. Kreise werden durch eine ungleiche Dynamik der beiden Vorschubantriebe zu Ellipsen verzerrt.
Nichtlineare Signalverzerrungen. Sie entstehen durch:
– Wirksamwerden der Strombegrenzung innerhalb des Bearbeitungsbereiches
– Wirksamwerden der Begrenzung des Drehzahlsollwertes.
– Umkehrspanne innerhalb und / oder außerhalb des Lageregelkreises.
Beim Durchfahren einer Kreisbahn treten vor allem Konturfehler durch die Umkehrspanne und durch Reibung auf.
Beim Fahren von Geraden entsteht ein Konturfehler durch eine Umkehrspanne außerhalb des Lageregelkreises z. B. durch eine kippende Frässpindel. Sie führt zu einem
Parallelversatz zwischen Ist- und Sollbahn. Dieser ist um so größer, je flacher die Steigung der Geraden verläuft.
– nichtlinearem Reibungsverhalten der Schlittenführungen.
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